14. Juni Vortrag: Türkischer Nationalismus am Beispiel der „Grauen Wölfe“

Die „Grauen Wölfe“ (Bozkurtlar) sind eine paramilitärische Kommandoeinheit der türkisch-ultranationalistischen Rechtspartei „Milliyetçi Hareket Partisi“ (MHP), deren Ziel es ist, alle nichttürkischen “Völker” zu assimilieren und ein „Großtürkisches Reich“ (Turan) zu errichten, das sich vom Balkan bis nach China erstreckt, um alle “Turkvölker” der Welt zu vereinigen.

Die MHP stellt heute die drittstärkste Fraktion im türkischen Parlament dar und hat damit eine Schlüsselrolle bei der Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Die Ideologie der MHP und ihrer Nebenorganisationen stützt sich auf folgende Kernelemente: Panturkismus/Panturanismus, rassistischer Nationalismus, Führerprinzipien, antidemokratische Grundhaltung, Antikommunismus und dem Islam.

Die MHP gründete Anfang der 70er Jahre die MHP-Auslandsvertretung. Die größte Auslandsvertretung der MHP war in Deutschland. Nach steigenden Gewalttaten durch die „Grauen Wölfe“, untersagte das türkische Verfassungsgericht auf Druck einiger europäischen Staaten, 1976 den türkischen Parteien im Ausland Parteiorganisationen zu unterhalten. Die MHP-Organisationen arbeiten seitdem als „Kultur- und Islamische Vereine“ weiter und machen Gebetsräume, Moscheen sowie Cafés zu ihrem Hauptbetätigungsfeld. In der Bundesrepublik haben sich diese Organisationen fest etabliert und versuchen u.a. durch kulturelle, sportliche, politische und soziale Aktivitäten besonders die türkischen Jugendlichen für ihre nationalistische Ideologie zu fanatisieren.

In dem Vortrag versuchen wir u.a. folgende Fragen zu beantworten: Welche Wurzeln haben türkische rechtsradikale Ideologien? Wie arbeiten die Grauen Wölfe? Welche Vernetzungen bestehen z.B. zu deutschen Parteien und Jugendorganisationen? Welche Bedeutung haben die Grauen Wölfe in Deutschland? Was kann gegen solche Organisationen getan werden?

14. Juni // 20h // krachtz // Niebderdingstraße 8

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